"Stoppt Femizide, man tötet nicht aus Liebe!" - eine Gedenkveranstaltung
Am Freitag den 16. Oktober haben sich etwa 60 Menschen am Frauenplan in Weimar getroffen, um zu gedenken. Organisiert wurde die Gedenkveranstaltung vom thüringenweiten Netzwerk gegen Feminizide. Das ist ein Zusammenschluss von Menschen, die diese Tötungen verhindern wollen.
Mehr Informationen findet man auf der Website vom Netzwerk gegen Femizide und auf dem Instagram Kanal der Gruppe Thüringen.
Am 19. September 2026 wurde eine junge Frau in ihrer Wohnung in Bad Berka von ihrem Partner getötet. Ihr Kind wächst nun bei den Großeltern auf. Zöllnitz, Greiz und Bad Berka – drei Frauen wurden 2026 in Thüringen gewaltsam vom Partner oder Ex-Partner ermordet. Alle drei Tage wird in Deutschland eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. Und fast jeden Tag gibt es einen Tötungsversuch.
Eine Schweigeminute gab es an diesem Tag auch in anderen Städten – diese Gedenkkundgebung fand dezentral statt – in Arnstadt, Ilmenau, Weimar und Jena. In Weimar findet sie nachmittags am Frauenplan statt. Vor dem Brunnen ist ein Blumenstrauß aufgestellt. Viele Menschen sitzen in den verschiedenen Cafés und hören der Rede zu.
Ein Femizid ist die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist. Männer töten zum Beispiel, weil sie sich ihnen gegenüber überlegen fühlen, Macht ausüben oder ihren Besitzanspruch zeigen wollen. Femizide sind in Deutschland aber kein eigenständiger Straftatbestand und nicht rechtlich definiert.
Es folgt ein Gedicht, geschrieben von einer Frau der Organisation „Rosalia – demokratische junge Frauen“.
Zum Schluss werden die Blumen vor dem Brunnen an die Menschen verteilt. Sie sollen die Blumen an verschiedene Plätze der Stadt legen um so an die Frauen zu erinnern, die nicht mehr da sind… Die Gedenkfeier endet mit einem Lied, geschrieben auf die Melodie von Bella Ciao.
Donata Gestern
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