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Den Pessimismus organisieren | Öffentliche Kunst in Erfurt

Ein Haufen aus Beton gegossenen Fäusten und daneben aus Wachs gefertigte Boxhandschuhe - das ist der Kern der künstlerischen Arbeit des Kollektivs SCHAUM, zu sehen in den Stadtraumboxen vor dem KulturQuartier Schauspielhaus. Es war zu sehen, sollte man jedoch besser schreiben. Denn das Kunstwerk wurde in den letzten Wochen immer weiter zerstört und in Teilen geklaut.
Über die Frage, was Kunst im öffentlichen Raum will und wie mit ihr umzugehen ist, haben wir mit Alexandra Lotz und Tim Kellner von SCHAUM gesprochen.



Bereits im Vornherein war klar, dass auch etwas von den Betonfäusten geklaut werden könnte, oder auf jeden Fall in der Anordnung verändert werden würde, sagt Alexandra Lotz von SCHAUM. Dass aber so viel und so schnell geklaut und zerstört werden würde von Menschen, die an den Stadtraumboxen vorbeilaufen, das überrascht und enttäuscht sie und ihren Kollegen Tim Kellner.
Wir haben deshalb über die Fragen gesprochen, wann bei Kunst der Moment ist, die Arbeit selbst anzufassen, gar zu verändern? Und ob das Aggressive, das Brechiale dieser Arbeit selbst Auslöser für die Zerstörung und "Inbesitznahme" durch Erfurter:innen sein könnte?
Zu Beginn haben wir die beiden Künstler:innen jedoch erst gefragt, worum es ihnen in ihrem Werk eigentlich geht:


Download Interview


Wenn ihr nun selbst Anregungen, Lob oder eigene Erfahrungen mit dem Kunstwerk vor dem Schauspielhaus habt, freuen sich die beiden Künstler:innen über eine Email an kontakt@derschaum.de.


artikel/vorhernachher.JPGEin Vorher-Nachher-Bild des Kunstwerks...
artikel/Unterdessen/2021/08 August/2021 08 05 2^1 mittel.jpg... und noch einmal in groß, fotografiert am 4. August 2021.

David Straub
05.08.

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