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DYNAMO EFFECT – Radiokampagne für eine klimagerechte Gesellschaft
Dynamo Effect - Eine Sendereihe auf Radio F.R.E.I.
Gibt es ein Leben nach der Erdölgesellschaft? Aktuelle politische Versuche, Energie einzusparen und Emissionen zu drosseln, geben kaum ausreichend Hoffnung. Sicher ist nur: verhandelt wird auf Hochtouren, emittiert auch, verbessert hingegen viel zu wenig. Der in Kopenhagen gescheiterte „Green New Deal“ kann die Frage, ob es ein Leben in einer Post-Erdölgesellschaft geben wird, noch bevor der Klimawandel die Lebensgrundlagen ruiniert hat, nicht zu seinen Gunsten entscheiden.
Das Ziel einer gerechten sowie ökologisch verträglichen Energiesicherheit für alle fordert nicht allein technologische Finesse. Die Energiefrage ist auch eine soziale und kulturelle. Die Auswirkungen des Klimawandels auf Sicherheit und Ernährung von vielen Millionen Menschen zeigen längst: Es bleibt keine Zeit für rhetorisches Kleinkochen, verschnörkelte Umwege und sachte Vorversuche. Gefragt ist eine völlige Neuorientierung, die einen Wandel der gesellschaftlichen Verhältnisse, ihrer Mobilitätskonzepte und Konsummuster beinhaltet.
Wichtig sind da sowohl kleine, bislang wenig bekannte Projekte als auch umfassende gesellschaftsverändernde Visionen, die nicht auf der großen politischen Agenda stehen. Jedenfalls sähe es ohne die kreativen Ideen eigenwilliger ErfinderInnen, die jenseits der festgefahrenen Klimapolitik völlig neue Wege beschreiten, in der Tat düster aus. Wir werden bei Radio Dreyeckland über Initiativen berichten, die bereits vorgemacht haben, dass sich das Querdenken und Andershandeln lohnt. Es geht um Optionen der Energiegewinnung, der Produktion und des Konsums, um Wohnen und Mobilität.
Dynamo Effect – Die Radiokampagne für eine klimagerechte Gesellschaft wird von Radio Dreyeckland zusammen mit sechs europäischen PartnerInnen 2010 lanciert: Eine Kombination aus Radiofeature, Podcast, Fact Sheets und Event.
Aktuelle Infos, podcast downloads und mehr gibt es hier: www.rdl.de

Sendung 30
14. Oktober 2010 - ab 22.30 Uhr Rettet die Aale! Kein sauberes Wasser ohne saubere Energie
Der Wert des Wassers wird in den Zeiten des Klimawandels gerne an seiner Kraft gemessen - für die Erzeugung Erneuerbarer Energie. Doch auch zur Verstromung fossiler Energie wird Wasser benötigt – und das nicht zu knapp. Der Wasserhaushalt, der ohnehin durch den Klimawandel belastet ist, leidet durch Abwärme aus Großkraftwerken. Der Rhein ist längst zur Wärmebarriere für Wanderfische geworden, die in kalten Bächen laichen. Auch der Anbau von Energiepflanzen, der in Deutschland als Teil der Lösung des Klimaproblems gefeiert und gefördert wird, belastet den Wasserhaushalt – nicht nur in Europa.
In der Sendung „Kein sauberes Wasser ohne saubere Energie“ von Dynamo Effekt geht es nicht um Wasserkraft, sondern um die Auswirkungen der Energiewirtschaft auf die Gewässer.
Sendung 29
30. September 2010 - ab 22.30 Uhr Die Stadt nach dem Öl - Wege in die Post-Erdölgesellschaft
Seit dem gescheiterten Weltklimagipfel in Kopenhagen ist es um die Klimabewegung etwas stiller geworden. Für die kommenden Jahre zeichnet sich kein vielversprechendes geschweige denn koordiniertes Vorgehen in der internationalen Staatengemeinschaft ab. Die Wachstumsideologie herrscht so unangefochten wie eh und je. Die Wende in eine postfossile und klimagerechte wird davon abhängen, wie sehr Menschen bereit sein werden, im Alltag neue Organisationsformen umzusetzen. Visionen brauchen Mut zur Umsetzung – und sie können ansteckend sein, sich wie ein Lauffeuer verbreiten. Dynamo Effect hat sich drei feurige Initiativen in Berlin angeschaut, die in der Großstadt neue Wege eingeschlagen haben – Wege in die postfossile Stadt: der „Prinzessinnengarten“ mitten in Berlin Kreuzberg, das Kulturzentrum Ufa-Fabrik und die Stadtbewegung „Transition Town“. Eine Hörcollage mit den drei Akteur_innen und mit dem Buchautor Wolfgang Pomrehn.
Sendung 28
23. September 2010 - ab 22.30 Uhr Tabakluga's Reise zur Vernunft
Mein Name ist Tabakluga, das kleine Postfossil. Ich bin auf der Suche nach dem Weg in die Posterdölgesellschaft. Warum? Na, der Klimagipfel in Kopenhagen ist gescheitert und uns bleibt nicht mehr viel Zeit, die Krise zu überwinden. Die Radiokampagne „Dynamo Effect“ hat sich in den letzten 18 Monaten auf die Suche nach guten Ideen und kreativen Innovationen 'von unten' gemacht. Ob sie fündig geworden ist und ob meine Fragen beantwortet werden, das hört ihr in dieser abwechslungsreichen Radio-Roadshow.
Sendung 27
16. September 2010 - ab 22.30 Uhr Frauen stärken - Klima wandeln
Ist der Klimawandel genderneutral? Sicher ja, doch die vom Wandel betroffene Gesellschaft ist es nicht. In einer Welt in der die Rollen der Geschlechter unterschiedlich sind, sind auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschen verschieden. Frauen aus verschiedenen Ländern erzählen, wie sie den Klimawandel erleben und Gegenmaßnahmen ergreifen. In der Sendung kommen zu Wort, Grace Mketto von INADES aus Tansania, Waha Mary Kaara vom Klimabündnis aus Kenia, Ulrike Röhr und Mimu Hemmati von GENANET (Berlin) sowie Chinwe Speranza vom DIE (Bonn) und die Klimawandlerinnen Claudia Burckhardt (Niedersachsen) und Martha Mwasu (Tansania).
Sendung 26
9. September 2010 - ab 22.30 Uhr Lauter Kinder statt lauter Autoverkehr Das Mobilitätskonzept im ökologischen Modellstadtteil Vauban
Auf den Straßen dominieren Kinder und nicht die Autos. Die meisten Menschen sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Trotz der wenigen Autos müssen die AnwohnerInnen des Quartier Vauban keine Abstriche bei der Alltagsmobilität machen. Seit über 10 Jahren gilt das Verkehrskonzept als Erfolg.
Wie kam es zu dieser Struktur, die den Verkehr drastisch reduziert? Was wurde in diesem Stadtteil anders geplant? Und warum wird dieses erfolgreiche Konzept in anderen Stadtteilen kaum nachgeahmt? In dieser Sendung diskutieren wir diese Fragen unter anderem mit dem autofreien Anwohner Wolfgang Heinze und dem Verkehrswissenschaftler Professor Hermann Knoflacher.
Sendung 25
2. September 2010 - ab 22.30 Uhr Wärme und Strom aus einer Hand
Der Strom, den wir täglich verbrauchen, wird noch immer größtenteils in Kohle- und Atomkraftwerken erzeugt. In solchen Großkraftwerken kann nur ca. 40% der im Brennstoff enthaltenen Energie in Strom umgewandelt werden. Die restlichen 60% stellt die ungenutzte Abwärme dar, die Flüsse und Atmosphäre anheizt. Dabei würde diese Wärme ausreichen, um alle Gebäude in Deutschland zwei Mal zu beheizen. Kraft-Wärme-Kopplung gilt als eine wichtige Brückentechnologie und schnelle sowie effiziente Ergänzung zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Um ihr riesiges Potenzial besser zu verstehen und warum sie noch viel zu wenig genutzt wird, haben wir ein Studiogespräch mit dem Experten Christian Meyer geführt.
Sendung 24
26. August 2010 - ab 22.30 Uhr Vom Winde verweht, nichts mehr im Fluss? - Wie Wind- und Wasserkraft mexikanische Bauern und kleine Fische ärgern.
Wind- und Wasserkraft sind zwei zentrale Elemente im „Strommix“ der erneuerbaren Energien, um die fossile und nukleare Stromerzeugung ersetzen zu können. Beide haben das Potenzial, eine dezentrale, der Bürgerschaft gehörende Stromerzeugung zu unterstützen.Allerdings verursachen beide Technologien, lokale Eingriffe in den Naturhaushalt.
Während die Windkraftnutzung vor allem das Landschaftsbild ändert, werden durch Wasserkraftwerke die Fischwanderungen behindert.Im ersten Teil dieser Sendung haben wir mehrere Experten über Chancen und Gefahren der Wasserkraft zu Wort kommen lassen.
Welche soziale und ökologische Folgen das großflächige Anlegen von Windparks haben kann, wird im zweiten Teil am Beispiel der mexikanischen Landenge diskutiert. Vor allem spanische, dänische und deutsche Unternehmen der Windenergiebranche lassen im aktuell begehrten Windkorridor Windkraftanlagen regelrecht wie Pilze aus dem Boden schießen. Lokal engagierte Landwirte und Aktivist_innen erzählen uns warum sie entschieden Widerstand leisten und trotzdem die Windenergie begrüßen.
Sendung 23
19. August 2010 - ab 22.30 Uhr Kein unbeschriebenes Blatt - Wie die globale Papierindustrie Ökologie und soziale Rechte missachtet.
Grüne Wüsten - so nennen die Brasilianer_innen die riesigen Eukalyptusplantagen auf gerodeten Urwaldflächen, weil hier nichts und niemand mehr leben kann. Hier wird Zellstoff produziert, um den Hunger der Industrieländer nach Papier aus Frischfasern zu befriedigen. Mit über 250 kg pro Kopf und Jahr zählt Deutschland zu den Spitzenvebrauchern, während das Recyclingpapier aus den Regalen der Schreibwarenläden verschwindet. In dieser Sendung beleuchten wir die globalen ökologischen und sozialen Folgen der Papierproduktion und diskutieren verschiedene Lösungsansätze.
Sendung 22
1. Juli 2010 - ab 22.30 Uhr Welche Zukunft für die Solarbranche?
Aus der einstigen Nischenindustrie ist heute eine Branche mit weltweiter Bedeutung geworden. Lange war die Förderung über das Erneuerbare EnergieGesetz für die Solarhersteller und die Anlagenbetreiber ein Segen. Nun soll die Förderung drastisch gekürzt werden. Viele sehen bereits die Branche vor einer gefährlichen Umstrukturierung. Wie sinnvoll ist die Kürzung der Förderung? Warum werden gerade einmal 1,1 Prozent des deutschen Strombedarfs aus Solarstrom gedeckt? Kann die Solarbranche in Zukunft wichtigere Teile der Stromversorgung übernehmen? Vor welchen Herausforderungen steht sie.
Ein Rückblick auf die Entwicklung und Zukunftsperspektiven der Branche in einem informativen Studiogespräch mit Energieexperte Andreas Markowsky und Journalist Bernward Janzing.
Sendung 21
24. Juni 2010 - ab 22.30 Uhr Alles vom Acker - sind Bioenergiedörfer energieautark?
Sie verfolgen die Idee, mit einer Kombination aus Dorfzentralheizung und lokal erzeugter elektrischer Energie den Heizöllieferanten Geschichte werden zu lassen. Bioenergiedörfer wollen Wärme- und Stromautonomie: Der Heizbedarf wird lokal aus Gülle, Mais und Hackschnitzel erzeugt. Ein Blockheizkraftwerk nutzt die Abwärme der dorfeigenen Biogasanlage und macht damit mehr Strom, als die Gemeinde verbraucht. Wer hier vorher Landwirt war, wird nun zum Energiewirt. Das Konzept verspricht mehr Kaufkraft für alle. Doch was bringt das dem Klima?
Sendung 20
17. Juni 2010 - ab 22.30 Uhr Drei-zwei-eins … Meins - oder: Wem gehört das Stromnetz?
Der Strommarkt gleicht einem Oligopol: RWE, Vattenfall, E-on und EnBW teilen sich derzeit in Deutschland fast das gesamte Stromnetz und bestimmen den Preis. Vor allem können die vier Großen entscheiden, ob der Atomausstieg stattfindet oder nicht. Wie gesagt, nur fast. Denn immer mehr Initiativen wehren sich dagegen. Sie wollen ihre eigenen Stromfabrikanten werden – zum Beispiel in Form von Energiegenossenschaften. Eine demokratische und dezentrale Energiewirtschaft, die den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz fördert, ist das große, unmöglich erscheinende Ziel. Wie das Unmögliche möglich werden kann, hört ihr in dieser Sendung.
Sendung 19
3. und 10. Juni 2010 - ab 22.30 Uhr Eine aufgeheizte Atmosphäre – Konfliktfeld Agrotreibstoff
Die EU will den Anteil an Agrartreibstoffen bis 2020 auf 10 Prozent erhöhen, weil das Öl zur Neige geht und Sprit aus Pflanzenmasse vermeintlich weniger Klimagase in die Luft bläst. „Tank oder Teller“, „satte Dividende und leere Getreidespeicher“ tönen weltweite Proteste. KritikerInnen des „Biosprits“ machen auf steigende Nahrungsmittelpreise, zunehmenden Hunger und Landknappheit aufmerksam. Die Bedingungen, unter denen Agrotreibstoffe angebaut, vermarktet und verbrannt werden, nimmt Dynamo Effect genauer unter die Lupe.
Sendung 18
27. Mai 2010 - ab 22.30 Uhr Mobil unter Strom – der Hype um e-mobility
Stromversorger und Automobilhersteller reden zunehmend davon, dass wir bald elektrisch fahren werden. Doch wie soll „getankt“ werden, und wokommt der Strom eigentlich her? Manche sehen in der E-Mobility eineChance für den Ausbau der Erneuerbaren Energien – andere einen sicherenAbsatzmarkt für ihren Strom. Die Autohersteller ziehen mit, weil derHahn mit dem billigen Erdöl in absehbarer Zeit nur noch tröpfelt. Wirddas Elektroauto das Klima retten können ganz ohne ein neues Verkehrskonzept? Wer wird sich welche E-Fahrzeuge leisten können? ObHype oder Heilsbringer - dazu äußern sich verschiedene Expert_innen.
Sendung 17
20. Mai 2010 - ab 22.30 Uhr Wohnklimawandel – auf dem Hof und in der Platte
Verwilderte Höfe auf dem Land, aristokratische Villen in schicken Städten, trostlose Plattenbauten in der Peripherie – sie alle sind energetische Altlasten und verursachen erhebliche Klimaschutzprobleme. Die energetische Sanierung ist mir zahlreichen politischen, sozialen, rechtlichen und kulturellen Herausforderungen konfrontiert. Zwei ungewöhnliche Projekte haben sie alle gemeistert – ein maroder Plattenbaus wird zum ersten Passivhochhaus der Welt und eine denkmalgeschützte Schwarzwaldscheune ein Vorbild für nachhaltiges Wohnen.
Sendung 16
13. Mai 2010 - ab 22.30 Uhr Reclaim the space – Die Welt liegt dir zu Füßen!
Eine Straße, die für alle da ist: für alte Omas mit Einkaufswägen und für Kinder zum Fangen spielen, eine Straße, die zu Kontakt und Begegnung einlädt – das wünschen sich die Verfechterinnen des Shared Space-Konzepts und auch die Vertreter des Vereins für Fußgängerrechte – FUSS e.V.. Sie wollen etwas Neues ausprobieren, um die Straße wieder für Menschen und nicht nur für Autos attraktiv macht. Mit dem Shared Space-Projekt in Bohmte oder den grünen Wege in Berlin bahnen sich erste widerständige Pflänzchen ihren Weg durch den Asphalt.
Sendung 15
6. Mai 2010 - ab 22.30 Uhr Über den Wolken – Tourismus und Klima
Ob per Auto oder Flugzeug, die Deutschen sind Reiseweltmeister. Klimawirksame Emissionen entstehen vor allem bei der Anreise zum Ferienort. Doch auch Luxushotels, Skilifte, Grünanlagen und Freizeitparks sind energetisch aufwändig. Wäre der Tourismus ein Land, würde er auf Platz 5 der Klimaverursacher stehen, direkt hinter den USA, China, der EU und Russland. In der Sendung Über den Wolken von Dynamo Effekt geht es um den Tourismus als Verursacher des Klimawandels - und um Gegenstrategien, damit die schönsten Tage im Jahr das Klima weniger belasten.
Sendung 14
29.04.2010 - ab 22.30 Uhr: Gemüse im Abo – Sonne im Topf
Bis zu 8.000 Kilometer hat ein Joghurtbecher zurückgelegt, bevor der wenige Kalorien schwere Inhalt seiner Bestimmung zugeführt wird. Energieaufwändig ist nicht nur der Transport von Nahrungsmitteln. Auch beheizte Gewächshäuser, gedüngte Felder und bunte Verpackungen sorgen für Klimagase. Das globale Ernährungssystem erzeugt rund die Hälfte aller Emissionen. Deshalb geht Klimaschutz auch durch den Magen. Bioregionale Gemüsekisten und solargekochte Erdbeermarmelade sind kleine, aber feine kulinarische Köstlichkeiten, die eine klimaschonende Landwirtschaft fördern.
Sendung 13
22.04.2010 - ab 22.30 Uhr: Fleischlos glücklich - oder die Reise der grünen Sojabohne
Die industrielle Tierhaltung und der Fleischkonsum zählen zu den Top-Klimakillern. Der Anbau von Soja für Futtermittel steht oft für Regenwaldzerstörung, Gentechnik und Methan rülpsende Rinder, die das Klima anheizen. Doch Soja lässt sich auch zu Tofu verarbeiten. Und dass Soja auch am Oberrhein vor der Haustür biologisch angebaut werden kann, wissen die wenigsten. Welchen Weg geht eine einzelne Sojabohne, bis sie als schmackhaftes Tofuschnitzel auf dem Teller landet? Wie schneidet dieser Weg in der Klimabilanz ab? Wir porträtieren den Tofuproduzenten Taifun, der sich ganz dem Tofu und der nachhaltigen Produktion verschrieben hat.
Sendung 12
15.04.2010 - ab 22.30 Uhr: Stromsparcheck – von Fernsehen bis Facebook
Ein Klick – und du bist drin im World Wide Web. 43 Millionen Server weltweit sorgen dafür, dass wir alle Information rund um die Uhr und überall abrufen können. Wie viele Kraftwerke dafür laufen und CO2 in die Luft pusten, steht auf keiner Abrechnung. Auch Wecker, Toaster und Staubsauger sorgen dafür, dass der Stromverbrauch im Haushalt in Deutschland einen gewaltigen Batzen am Gesamtenenergiebedarf ausmacht.
Wir waren auf der Suche nach Ideen zum Energiesparen jenseits von Energiesparlampe und Steckerleiste – und sind fündig geworden: z.B. im Hallenbad der Schweizer Gemeinde Uitikon.
Sendung 11
08.04.2010 - ab 22.30 Uhr: Liberté, égalité, gratuité! ÖPNV für lau
Die Idee der kostenlosen Benutzung von Bus und Bahn stammt schon aus den 70er Jahren. Durch aktuelle Erfolgserlebnisse in Städten wie Hasselt (Belgien), Templin, Tübingen oder Aubagne in Süd-Frankreich erlebt die Diskussion um die Einführung eines Nahverkehrs zum Nulltarif eine Renaissance. Doch wie konnte eine Stadt wie Aubagne den fahrscheinlosen Nahverkehr erfolgreich einführen? Und führt der Nulltarif automatisch zu einem Umstieg vom klimaschädlichen Individualverkehr?
Außerdem in der Sendung: Bürgerbusinitiativen - mit selbstorgansierten Bustransporten helfen sich Bürger_innen in Regionen ohne ÖPNV-Anbindung und hoher Abhängigkeit vom Auto.
Sendung 10
01.04.2010 - ab 22.30 Uhr: Multimodale Mobilität II: Mobil ohne Auto!
Seit Jahrzehnten legen wir durchschnittlich 3 Wege am Tag zurück – doch die werden immer länger! Und: für mehr als die Hälfte steigen die Deutschen ins Auto. Wir gehen in dieser Sendung der Frage nach, wie man das Auto gezielter und effizienter einsetzen oder sogar völlig ohne auskommen kann. Welche Konzepte führen weg von der Auto-zentriertheit unserer Gesellschaft und tragen zu einer nachhaltigen Verkehrsplanungsplanung und einer klimagerechten Mobilität bei?
Sendung 9
25.03.2010 - ab 22.30 Uhr: Multimodale Mobilität I: Fahr Rad
In den folgenden drei Sendungen werden wir Konzepte nachhaltiger Mobilität beleuchten. Das Zauberwort heißt: multimodal. Oder auch ganz einfach: Umsteigen – vom Fahrrad in die U-Bahn, auf die eigenen Füße und wieder in den Bus. Heute: Wie muss eine fahrradfreundliche Stadt konzipiert und organisiert sein? Wer geht/ fährt dafür auf die Straße? Und wir werfen einen Blick nach Frankreich – auf zur Vélorution!
Sendung 8
18.03.2010 - ab 22.30 Uhr: Öko-fair und effizient wirtschaften
Wie wird aus einer Plastikflasche ein Fleecepuli? Was ist eine Performancegesellchaft? Und gibt es klimaneutrale T-Shirts? In dieser Sendung stellen wir Konzepte vor, die darauf abzielen, Produkte energieeffizient und ressourcenschonend herzustellen und das ein nachhaltiges Konsum-Budget global gerechter zu verteilen – von „D“ wie Dematerialisierung bis „Ö“ wie öko-faire Wertschöpfungsketten.
Sendung 7
11.03.2010 - ab 22.30 Uhr: Dicke Mauern, schlanker Verbrauch – Wohnen im „Kleehaus“
Unsere eigenen vier Wände verschlingen gewaltige Mengen an Energie. Viel zu viel Wärme entweicht heute noch über undichte Fenster, schlecht isolierte Außenwände, Dachböden oder Keller. Es bleibt eine dringende gesellschaftliche Aufgabe, unseren gesamten Gebäudebestand so schnell wie möglich auf einen guten Energiestandard zu bringen. Dass der Energiebedarf für Häuser minimal sein kann, zeigen bereits über 13.000 Häuser im Passivhausstandard in Deutschland. Beheizt werden sie u.a. von der Sonne oder mit der eigenen Körperwärme. Wir haben uns eins davon angeschaut: ein „Kleehaus“.
Sendung 6
04.03.2010 - ab 22.30 Uhr: Aus Alt mach Öko – Ein Portrait des „umweltfreundlichsten Hotels der Welt“
Ein Hotelierpaar aus Freiburg hat gezeigt, wie man aus einem alten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das ökologisch vorbildlichste Hotel der Welt macht – ohne dabei auf Luxus zu verzichten. Kein Bereich wurde ausgelassen: Die Außenhülle wurde energetisch saniert, Strom und Wärme werden 100-prozentig regenerativ erzeugt, gekühlt wird mit Grundwasser, zum Frühstück gibt es Obst aus der Region und den Ausflug macht man gratis mit Bus und Bahn. Die Kombi macht's!
Sendung 5
25.02.2010 - ab 22.30 Uhr: Lernen, gestalten, verändern – wo steht die Bildung für den Klimaschutz in Deutschland?
Bildung für nachhaltige Entwickelung ist schwer in Mode - zumindest rhetorisch. Nur was das genau ist, wo diese Bildung passieren soll und wer dafür zahlt, das scheint noch nicht ausdiskutiert. Viele AkteurInnen im Bildungsbereich aber finden: junge Menschen müssen lernen, Entscheidungen zu treffen, die Klima und Ökosysteme unseres Planeten nicht weiter zerstören. Und zwar jetzt! In dieser Sendungen stellen wir zahlreiche Initiativen in und außerhalb der Schule vor, die sich an dieses Experiment gewagt haben.
Sendung 4
18.02.2010 - ab 22.30 Uhr: Elektrische Wärmepumpen: Fluch oder Segen?
Die Anzahl der installierten Wärmepumpen steigt stetig. Von der Industrie werden sie gerne als "klimafreundliches Heizsystem" dargestellt. Doch daran haben mehrere ExpertInnen erhebliche Zweifel: weder Umwelt noch VerbraucherInnen hätten Vorteile davon, allein die Stromkonzerne würden sich über einen gesicherten Stromabsatz freuen. ExpertInnen diskutieren in dieser Sendung: Wie sinnvoll ist der Einsatz von elektrischen Wärmepumpen gegen die Klima- und Energiekrise wirklich?
Sendung 3
11.02.2010 - ab 22.30 Uhr: Biomasse Holz – Chancen und Gefahren der Energieerzeugung mit Holz
Holz ist als Strom- und Wärmequelle wieder stark in Mode gekommen. Holz wird gerne als nachwachsender und klimafreundlicher Rohstoff dargestellt, weil bei seiner Verbrennung nur soviel Emissionen produziert werden wie der Baum während seiner Wachstumsphase aus der Atmosphäre aufnimmt. Doch was passiert, wenn die Nachfrage nach Energie-Holz immer weiter steigt? Inwiefern ist die Nutzung von Holz eine Lösung für die Klima- und Energiekrise? Und ist dessen Verbrennung wirklich CO2 neutral? Antworten darauf gibt es in unserer Sendung „Biomasse Holz“ aus der Reihe „Dynamo Effect“.
Sendung 2
04.02.2010 - ab 22.30 Uhr: Klimaschutz an Schulen - wie geht das?
Eco-Watt, Scolaire, 100.000 Watt Solarinitiative – hinter diesen Schlagwörtern stehen mutige Versuche, an Schulen Klimaschutz zu realisieren. Da Klassenzimmer kaum mehr als 15 Prozent des Jahres genutzt werden, sind die Einsparpotenziale riesig. Einige SchülerInnen nutzen das Schulgebäude zur Erzeugung von Solarenergie. Wie an Schulen Klimaschutz organisiert, finanziert, installiert und gewartet wird und welche Konzepte sich bewährt haben, darum geht es in der Sendung von Dynamo Effekt – der Radiokampagne für eine klimagerechte Gesellschaft.
Sendung 1
28.01.2010 - ab 22.30 Uhr: Konfliktfeld Klimawandel
Nach Kopenhagen funktioniert der Klimawandel auch nicht anders als vor der Weltklimakonferenz: Der Klimawandel ist ein soziales Ereignis, von dem die Menschen ganz unterschiedlich betroffen sind. Während die etablierte Politik hierzulande die künftige Energieversorgung in den Vordergrund stellt, bestimmt die Suche nach Strategien der Bewältigung der realen Folgen des Klimawandels bereits jetzt den Alltag vieler Menschen. Mit der Sendung „Konfliktfeld Klimawandel“ startet die Sendereihe „Dynamo Effekt – Radiokampagne für eine klimagerechte Gesellschaft“ eine 30-teilige Sendereihe.
11.10.2010
Aktuelle Infos, podcast downloads, Fact Sheets, Interviews und mehr auch hier:
http://www.rdl.de//index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=263&Itemid=347
RDL - 28.01.2010, 17:52